Typisierungsaktion für Tanja Back

Piding (vm). Viele Sportler der Region wollen der leukämiekranken Tanja Back (22) helfen. Für die Typisierungsaktion der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern am 1. August von 11 bis 17 Uhr im Pfarrsaal an der Thomastraße 9 in Piding für Tanja Back haben sich die ehemalige Skirennläuferin Regina Häusl (35) aus Unterjettenberg und die aus Bischofswiesen stammende Snowboarderin Anke Karstens (24) als Patinnen zur Verfügung gestellt.

Am Rande der Aktion geben sie sicher auf Wunsch Autogramme. Auch der Schlechinger Biathlet Andi Birnbacher will sehen, ob er zwischen den ihn derzeit sehr fordernden Trainingseinheiten und Lehrgängen einen Besuch in Piding schafft. Vor ihren Auswärtsspielen lassen sich am Samstag früh außerdem die 1. und 2. Fußballmannschaft des ASV Piding geschlossen testen.

„Vor allem, weil ich letztes Jahr nach Piding gezogen bin, liegt mir der Erfolg der Aktion sehr am Herzen“, sagte Anke Karstens, seit 2006 Polizeimeisteranwärterin an der Bundespolizeisportschule Bad Endorf, gegenüber unserer Zeitung. Sie versprach, per Internet nach Kräften dafür zu werben und am 1. August in Piding vorbeizukommen, voraussichtlich zwischen 11 und 13 Uhr.

Anke Karstens ist seit 2004 in der Snowbord-Nationalmannschaft und seit 2007 im Weltcup-Team. In zwei Jahren Weltcup schaffte sie bereits drei Podestplätze sowie mehrfach TopTen-Platzierungen und ist 2010 bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver dabei. Regina Häusl sagte ihr Kommen für die Zeit von 11 bis 12 Uhr bereits fest zu. Sie gewann unter anderem 1992 die Junioren-Weltmeisterschaften (Riesenslalom und Super-G). Deutsche Meisterin wurde sie 1992, 1996, 1998 und 1999 im Abfahrtslauf sowie 1999 im Super-G. Beim Weltcup wurde sie im Abfahrtslauf 1992/1993 Gesamtzweite und 1999/2000 Gesamt-erste. Nach Beendigung ihrer Karriere 2004 wurde sie Ausbilderin bei der Bundespolizei Kühroint und absolviert derzeit ihre Polizeibergführerausbildung. Darüber hinaus ist sie passionierte Bergsportlerin, bestieg zum Beispiel mit der DAVSektion Bad Reichenhall 2008 zwei 6000er in Südamerika. Tanja Back ist die Tochter einer Reichenhallerin und eines Pidingers. Ihre ältere Schwester Sandra, mit der Tanja vor kurzem noch deren Standesamtliche Hochzeit feierte, verbrachte ihre ersten Lebensjahre in Piding. Dann zog die junge Familie für einige Jahre nach Surheim, und heute lebt Tanja Back mit Mutter, Schwester und Halbbruder in Unterschleißheim. Gerade hatte sie ihren Berufsweg als Rechtsanwaltsfachangestellte begonnen, da riss sie die schicksalhafte Diagnose „Leukämie“ aus der Bahn eines hoffnungsvollen jungen Lebens. Eine Stammzellenspende, die meist über das Knochenmark gewonnen wird, würde die Heilungschancen für Tanja enorm erhöhen. Doch leider kommt ihre Familie als Spender nicht in Frage.

Jetzt wird ein Fremdspender gesucht und jeder im Alter zwischen 18 und 45 Jahren ohne schwere Krankheiten kann sich in Piding durch eine kleine Blutprobe (nur zwei Milliliter) typisieren lassen. Er erhöht so die Chance, dass ein Spender gefunden wird. Selbst wenn er Tanja nicht helfen kann, kann er über die international vernetzte Spenderdatei der Stiftung Aktion Knochenmarkspende vielleicht einem anderen das Leben retten.

Zur Erleichterung der Datenaufnahme ist die Krankenkassenkarte mitzubringen. Während der Veranstaltung ist am 1. August von 8 bis 17 Uhr unter 08651/2532 ein Info-Telefon geschaltet. Da die Ersttypisierung jedes Spenders 40 Euro kostet, wurde ein Aktionskonto für Tanja eingerichtet: Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern, Konto-Nummer 0977704004, Dresdner Bank AG, BLZ 70080000. Mehr unter www.knochenmarkspende.de.


Video: "Wir helfen wo wir können".



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