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Biathleten vom Stützpunkt Ruhpolding überzeugten – Birnbacher ragte heraus
Ganz im Zeichen von Schlechings Andi Birnbacher hatte Teil 1 der Deutschen Meisterschaften in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena gestanden. Dabei sicherte sich der 28-Jährige alle drei Titel, am Freitag, seinem Geburtstag, siegte er über 20 km, danach in der Staffel und zum Abschluss am Sonntag im Massenstart. Ich bin mit meinen Leistungen hier sehr zufrieden, bei diesem starken Feld muss man erst einmal gewinnen“, so Birnbacher. Nur beim zweiten Liegendschießend im Massenstart wackelte der „Birnei“ mit zwei Fahrkarten ein wenig, rückte dann aber im Stehend-Anschlag wieder alles gerade. „Diese Fehler konnte ich mir gar nicht erklären, weil ich gut drauf gestanden bin. Entweder der Wind war Schuld oder ich hatte einen Wackler, das werden wir analysieren“, so der Hobbyangler, der auch sportlich für die dicken Fische zuständig ist. Zweimal auf dem dritten Platz landete Simon Schempp (SZ Uhlingen), der am Stützpunkt Ruhpolding bei Remo Krug trainiert. „Es ist gut gelaufen, trotz des dritten Rennens hintereinander; die Beine sind schwer, aber ich bin zufrieden“, meinte Schempp. Olympia sei allerdings nicht mein Hauptziel, im ersten Jahr bei den Herren seien die Ziele etwas anders gesteckt. „Ich will mich erst Mal im Herrenfeld behaupten, da ist die Konkurrenz ziemlich groß. Aber ich glaube, ich bin auf einem guten Weg, es läuft momentan sehr gut“, so Simon Schempp. Glücklich war Christina Maierhofer vom SC Bergen, sie feierte ihren Einstand bei den Deutschen Meisterschaften im Seniorenbereich und wurde zusammen mit Magdalena Neuner und Martina Beck gleich Deutsche Staffelmeisterin. Sie schaffte es sogar, im Finish auf der letzten Runde gegen die große Kati Wilhelm mit rund sechs Sekunden ihren Vorsprung ins Ziel zu retten. „Es war gigantisch, die Lena und die Martina haben mir beim Anschießen bereits versprochen, mir einen Vorsprung von zwei Minuten auf die letzte Runde zu geben. Im Endeffekt waren es eine Minute dreißig, und es hat gerade noch gereicht“, freute sie sich nach dem großen Erfolg. Als „total ungewohnt“ beschrieb die 18-Jährige ihren ersten Auftritt vor großer Kulisse. „Beim Schießen habe ich die Masse der Zuschauer nicht bemerkt, aber sonst ist das hier eine tolle Atmosphäre“, so die talentierte Sportlerin. Da machte es auch nichts aus, dass sie im Einzel (29.) und im Massenstart (27.) nur auf hinteren Plätzen landete. Für Tobias Reiter vom ASV Oberwössen war der Massenstart mit dem 31. Platz ein Grund zum Ärgern; er haderte mit seinen ziemlich langsam laufenden Skirollern. „Da habe ich mich halt geärgert, denn solche Unterschiede dürfen bei den deutschen Meisterschaften beim Matrial nicht sein.“ Die Tage zuvor hatte Reiter aber Grund zur Freude, denn im Einzel erreichte er immerhin Platz 12, und mit der Staffel konnte er zusammen mit Daniel Graf (Siegsdorf) und Andi Birnbacher sogar den Titel erobern. „Das bedeutet mir sehr viel, besonders mit dem Andi Birnbacher zusammen und vor heimischer Kulisse macht es halt auch sehr viel Spaß“, so der Oberwössener. Bei Kati Wilhelm war an den drei Tagen ein deutlicher Aufwärts Trend zuerkennen; im Massenstart wurde sie Vizemeisterin hinter Magdalena Neuner, und so erkannte auch ihr Trainer Andi Stitzl einen Formanstieg seines Schützlings. „Die Form ist besser als die vor einem Jahr, und das lässt uns auf eine gute Saison hoffen“, so der Bergener. Für Stützpunkttrainer Remo Krug waren die Erfolge von Andi Birnbacher ein Fingerzeig dafür, dass man im Sommer richtig gearbeitet habe. Doch auch mit den Leistungen von Simon Schempp und Christoph Knie (2. im Einzel) zeigte sich Krug zufrieden. Keine Sorgen macht sich Remo Krug wegen der verletzungsbedingten Absage durch Michi Greis. „Es ist zwar schmerzhaft was er hat, ich glaube aber nicht, dass er deswegen in seiner Vorbereitung beeinträchtigt wird“, so Krug abschließend. SHu <- Zurück |