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Kicken für guten Zweck
Zugunsten der Schwerstbehinderten Claudia aus Schleching und Philip aus Übersee veranstaltet der Andi-Birnbacher-Fanclub (ABFC) mit eigener Mannschaft gegen eine Prominenten-Auswahl aus verschiedenen Sportarten am Samstag, 12. Juni, ein Benefiz-Fußballspiel an der Sportanlage Schleching. Schleching - Das Programm beginnt um 13 Uhr mit dem Eintreffen der Mannschaften und den Ansprachen der Ehrengäste. Spielbeginn ist um 14 Uhr. Die Moderation übernimmt Siegi Huber, Bayernwelle SüdOst. In der Spielpause gibt es ein Elfmeterschießen der Bürgermeister aus den umliegenden Gemeinden. Ab 17 Uhr beginnt am Dorfplatz das Rahmenprogramm mit Standkonzert der "Musikkapelle Schleching", Autogrammstunde und Verteilung der Tombola-Hauptgewinne. Trainer der Prominenten-Mannschaft ist Fritz Fischer. In der Mannschaft treten elf bekannte Biathleten sowie drei Alpin-Sportler an, außerdem Tobias Angerer (Langlauf), Karl Angerer (Bob), Günther Bauer und Peter Leitner (Eisspeedway) und Alexander und Thomas Huber (Extremkletterer). "Die Idee meines Fanclubs, Philip und Claudia zu unterstützen, finde ich großartig", sagte Biathlet Andi Birnbacher. "Ich würde mich sehr freuen, wenn das Fußballspiel zu einem besonderen Erlebnis für die zahlreich erwarteten Zuschauer, aber vor allen für Philip, Claudia und ihre Familien wird. Natürlich werde ich auch selbst aktiv dabei sein." "Schon bei der Gründung des Fanclubs im April 2004 wurde beschlossen, dass die Vereinigung kein wirtschaftliches Interesse an den erhobenen Mitgliedsbeiträgen haben soll", betonte Vorsitzender Sepp Irlacher. Der Wunsch des Vorstands sei es, den erwirtschafteten Überschuss für ein soziales Engagement zu verwenden. "Wir haben in unserer unmittelbaren Umgebung zwei schwerstbehinderte Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind und denen wir helfen möchten. Wir haben Kontakt zu den Familien aufgenommen und möchten mit den Einnahmen des Fußballspiels und einem Zuschuss aus unserer Fanclub-Kasse einen Beitrag für die Behandlungs- und Pflegekosten leisten." Philip und Claudia benötigen finanzielle Unterstützung, weil viele notwendige Hilfsmittel oder Förderungen, die das ohnehin schwierige Leben erleichtern, von den Krankenkassen nicht oder nicht mehr übernommen werden. Philip (19) erlitt bei der schwierigen Geburt im Kreiskrankenhaus Prien nach einer komplikationslosen Schwangerschaft einen massiven Sauerstoffmangel. Er kam sofort auf die Kinderintensivstation im Klinikum Traunstein. Nach knapp sechs Wochen wurde er nach Hause entlassen. Während einer Behandlung im Krankenhaus Traunstein bekam Philipp einen Krampfanfall. Es wurden BNS-Anfälle (Blitz-Nick-Salaam-Epilepsie) diagnostiziert. Die ersten vier Lebensjahre von Philip waren geprägt von Fieber, Lungenentzündungen, Bronchitis und Magendarminfekten und der Gymnastik nach Bobath und Vojta. Seit 1995 war Philip über 20-mal zur Therapie am Institut Keil in Wien und hat sehr gute Fortschritte gemacht. Claudia (30) hatte sich in den ersten Monaten ganz normal entwickelt, bis sie am "Rett-Sydrom" (eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die nur Mädchen betrifft, benannt nach dem Wiener Kinder- und Jugendpsychiater Professor Dr. Andreas Rett) erkrankte, das allerdings erst im Alter von elf Jahren durch einen Zufall diagnostiziert wurde. Sie war drei Monate in München, wo lediglich festgestellt wurde, dass sie behindert ist. Damals kannten nur wenige Ärzte das "Rett-Syndrom". Im Alter von drei Jahren kam Claudia in eine Förderstätte nach Ruhpolding. Die Familie versuchte einige Therapien, um Claudia zu fördern. Sie ging im HPZ (Heilpädagogisches Zentrum) zur Schule und war insgesamt 19 Jahre dort. Seit acht Jahren wird Claudia in Altenmarkt bei der Lebenshilfe betreut. bre Quelle: www.ovb-online.de <- Zurück |